2. Februar 2026
Will der Einwohnerrat doch (k)einen Baumschutz?
Nachdem die Baumschutzinitiative im September 2025 vom Einwohnerrat angenommen wurde und der Gemeinderat ein Reglement erarbeitet hat, geht es jetzt um die Feinjustierung. Im Gegensatz zum Initiativtext, welcher es auch Privatpersonen ermöglichen wollte, Bäume schützen zu können und entsprechend auch Unterstützung bei der Pflege zu erhalten, wollten die SVP und ein Grossteil der FDP sämtliche Bestimmungen, welche Privatgrundstücke betreffen, aus dem Reglement streichen lassen. Faktisch würde dies dazu führen, dass das neue Baumschutzreglement wirkungslos bliebe, da die Gemeinde bereits jetzt gefällte Bäume mehrheitlich ersetzt. In der ersten Lesung am Montag 2. Februar 2026 konnte eine Mehrheit für die ursprüngliche Version des Reglements gefunden werden. Nun hoffen wir, dass wir diese auch bei der zweiten Lesung behalten können. Auch dann ist die Sache noch nicht gelaufen. SVP und FDP haben bereits mit dem Behördenreferendum gedroht.
13. November 2024
Pratteln macht es vor
Pratteln hat in den letzten drei Jahren jährlich bis zu 30 neue Bäume pflanzen können. Damit wird die 2020 eingereichte Motion «Bäume 20% plus» nicht nur erfüllt, sondern momentan sogar übertroffen.
Ziel der Motion ist es, den Baumbestand innerhalb von zehn Jahren um zwanzig Prozent zu erhöhen, was durchschnittlich 24 Bäume pro Jahr entspricht. Die Pflanzungen werden in den kommenden Jahren fortgeführt, sodass das Ziel von 240 zusätzlichen Bäumen bis 2031 erreicht wird.
Bäume spenden Schatten und sind wertvolle Helfer, um die Auswirkungen hoher Temperaturen und städtischer Hitzeinseln zu mildern. Damit in 50 Jahren grosse Bäume vorhanden sind, müssen heute junge Bäume gepflanzt werden. Die Gemeinde unterstützt ausserdem die Entsiegelung von Flächen, die Schaffung schattiger öffentlicher Räume und die Begrünung von Fassaden und Dächern.
Pratteln pflanzt zusätzliche, neue Bäume sowohl auf eigenen Flächen als auch entlang neu gestalteter Strassen. Welche Baumart wo gepflanzt wird, hängt stark vom jeweiligen Standort ab. Im Jahr 2024 wurden Erlen, Hopfenbuchen, Eichen, Ahornbäume, Zierapfelbäume und Traubenkirschen gesetzt.
Es wäre schön, wenn der Binninger Gemeinderat sich auch so aktiv für die Bäume einsetzen und sich nicht immer vor rechtlichen Hürden und Problemen verstecken würde.
26. Februar 2024
Baumschutz-Initiative zustande gekommen
Die Gemeindebehörden haben festgestellt, dass die Initiative mit 644 gültigen Unterschriften zustande gekommen ist. Die Initiative will, dass die Bäume auf öffentlichem Gemeindeboden als geschützt gelten und bei einer unumgänglichen Fällung ersetzt werden müssen. Für den Schutz von Bäumen auf privatem Grund soll die Gemeinde die Grundeigentümer informieren und unterstützen, damit sie den Baumbestand pflegen und entwickeln.
Das Initiativkomitee ist gespannt, was der Gemeinderat dem Einwohnerrat beantragen wird.
Wir danken allen Binningerinnen und Binningern für ihre freundliche Unterstützung.
5. Februar 2024
Einreichung der Binninger Baumschutz-Initiative
Am 5. Februar 2024 wurde die Binninger Baumschutz-Initiative den Gemeindebehörden eingereicht. Vor der Übergabe der Unterschriften haben die Einwohnerrätinnen Sirin Hauri und Luzia Sutter Rehmann in einer kurzen Ansprache darauf hingewiesen, dass wegen des dichteren Bauens und der heisseren Sommer, die Bäume immer wichtiger werden. Trotzdem verschwinden in Binningen laufend Bäume und der Gesamtbestand nimmt ab. Mit der Initiative soll dieser Trend umgekehrt werden.
Nach der Ansprache wurden dem Verwaltungsleiter, Christian Häfelfinger und der Gemeindepräsidentin a.i., Caroline Rietschi, die 665 Unterschriften übergeben. Als kleine Motivation wurde den beiden zusätzlich eine "Binniger Blaggedde" geschenkt. Die Fasnacht und die Blaggedde haben nämlich dieses Jahr das Motto «bäumigs Binnige».
11. Januar 2024
Baumfeindliche Baugesetze anpassen und private Gärten naturnah gestalten
In Zürich will der Regierungsrat die Bauvorschriften in Wohngebieten so ändern, dass die Folgen von Hitzewellen abgemildert werden. Dafür sollen mehr Bäume möglich werden, kleinere Tiefgaragen gebaut und das Ende von Steingärten vorgesehen werden.
Dagegen wehren sich aber die bürgerlichen Politiker.
4. Januar 2024
«Binnige isch bäumig!»
Das Motto der Binniger Fasnacht und Blaggedde 2024 folgt unserer Initiave und lautet «Binnige isch bäumig!». Das Motto müsste nur ergänzt werden mit: Wenn die «Initiative Baumschutz Binningen» angenommen wird.
4. Januar 2024
Baumkronenflächen und Baumbestand in der Stadt Zürich
Die Stadt Zürich misst den Baumschutz an der Kronenfläche und will bis 2050 die Baumkronenfläche vergrössern um das Stadtklima zu verbessern. Der Tagesanzeiger hat dazu zwei interessante Beiträge veröffentlicht, welche die aktuellen Herausforderungen und Massnahmen beschreiben.
7. November 2023
Hommage an die Binninger Blutbuche
Die Sensibilität für das Thema Bäume wächst. Die Zeitung bz hat einen Beitrag zur neuen Eiche im Kreisel Kronenplatz und eine Hommage an die dieses Jahr dort gefällte Blutbuche verfasst.
November 2023
Unterschriften-Sammlung auf der Zielgeraden
Das Echo auf unsere Unterschriftensammlung ist gut. Wir haben für die Baumschutz-Initiative nun schon über 400 Unterschriften. Wenn Sie noch ganz oder teilweise ausgefüllte Bögen haben, so senden Sie uns dieser bitte möglichst rasch ein. Per Post können Sie diese einfach an "Grüne Binningen, 4102 Binningen" senden. Sie können den Bogen aber auch einem Mitglied des Initiativkomitees (Adressen auf dem Unterschriftenbogen) in den Briefkasten einwerfen.
SRF, 9. Oktober 2023
Trotz Kampf gegen Hitze -Darum gibt es immer weniger Bäume in Städten
Bericht des SRF, dass es in der Stadt Zürich jedes Jahr weniger Bäume gibt. Das gaben die Verantwortlichen letzte Woche bekannt. Bäume in der Stadt werden aber angesichts der Klimaerwärmung immer wichtiger, weil sie die Hitze in den Städten reduzieren können.
7. Oktober 2023
Die Unterschriftensammlung ist angelaufen
Bea Büschlen und Thomas Schwarb haben heute von 9.00-11.00 die ersten Unterschriften öffentlich gesammelt. Die Passanten reagieren durchwegs positiv auf das Anliegen und selbst ursprünglich kritische Geister unterschreiben. In der kurzen Zeit kamen so die ersten 25 Unterschriften zusammen.
Das Sammeln in der Öffentlichkeit ist aufwändig, weil die Leute es genau wissen wollen und gerne diskutieren. Die Zeit für Diskussionen ist allerdings wertvoll und gut investiert.
Machen Sie mit und laden Sie Unterschriftenbogen herunter und sammeln Sie auch Unterschriften. Gute Feedbacks und Gespräche sind garantiert.
6. Oktober 2023: Initiative erfolgreich rechtlich geprüft und publiziert
Die Vorprüfung der beiden Initiativen ist erfolgreich verlaufen. Das wurde von der Gemeinde verfügt und heute im Binninger Anzeiger publiziert. Die Unterschriftensammlung kann somit beginnen.
Bild Binninger Anzeiger
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Bern, 30. September 2023
Baumschutz an der nationalen Klimademo
Die katastrophalen Auswirkungen der Klimakrise werden immer deutlicher sichtbar. Um das Pariser Klimaabkommen noch einhalten zu können, muss jetzt gehandelt werden.
Auch die Binninger Baumschutzgruppe war an nationalen Klimademo dabei und ist für die Klimagerechtigkeit eingestanden.
23.07.2023 und 19.07.2022, ZDF
Bäume wie Juwelen behandeln
Im ZDF wurde in mehren Sendungen dargelegt, wie gefährlich die Hitzeperioden sind und wie sich Städte müssen sich rüsten um die Hitze-Folgen zu mildern.
"Zu den wichtigsten Massnahmen im Freien gehört demnach, so viele Bäume wie möglich zu pflanzen und zu erhalten. Ausgewachsene Bäume sollten nicht mehr gefällt, jede noch so kleine Stelle für neue Bäume genutzt werden. "Wir sollten unsere Bäume wie Juwelen behandeln", sagt Meteorologin Astrid Ziemann vom HRC-Projekt. "Bis ein großer Baum seine Wirksamkeit entfaltet, dauert es oft Jahrzehnte. Die Bäume, die wir haben, sind gut angepasst und eingewurzelt. Ersatzpflanzungen außerhalb der Hotspots helfen nur wenig."
Wichtig sei, große und trockenresiliente Bäume zu pflanzen, sagt Schünemann. Unterirdische Leitungen erwiesen sich jedoch oft als Problem, das habe das Projekt in Erfurt gezeigt. Hier sei es schwierig gewesen, Platz für 50 Bäume zu finden. "Doch es lohnt sich, Flächen für Bäume in der Stadt zu eruieren, ihr Schatten und ihre Kühlung sind essenziell." Die gefühlte Temperatur im Schatten eines Baumes ist etwa zehn Prozent niedriger als direkt in der Sonne.
Hier die Links: ZDF-Beitrag 2022, weitere Beitrag 2022 und Beitrag 2023.
Einladung zur Veranstaltung:
Stadtbäume schaffen Lebensräume
27. September 2023 | 19:00 – 21:30
Kronenmattsaal, Binningen
25.09. 2023 Interpellation im Einwohnerrat von Sirin Hauri, Grüne/EVP zum
Baumbestand in Binningen
Am 13.2.2023 reichte Sirin Hauri, Einwohnerrätin der Grünen, die Interpellation Nr. 151 «Baumbestand in Binningen» ein.
Der Gemeinderat hat die Fragen beantwortet und die Antworten wurden am 25. September 2023 im Einwohnerrat diskutiert. Die Antworten zeigen, dass zum einen die Zahl der Bäume auf dem Land der Gemeinde nicht genau bekannt ist. Zum anderen sind von den rund 290 Bäumen von 2010 bis 2020 86 Bäume gefällt worden.
4. Mai 2023, Jugendhaus Binningen
Diskussions- und Informationsabend
Baum vor Bau - oder Bauen als höchste Priorität?
Die Rotbuche am Kronenplatz ist weg. Im Kirschtalrain ist eine Waldecke kahlgeschlagen. Die alte Friedhofsparzelle Waldeckweg wird zur zonengemäßen Nutzung freigegeben. Diese jüngste Entwicklung beschäftigt viele EinwohnerInnen. Heisse Sommer und Trockenperioden nehmen zu. Was kann man da machen? Was heisst Verantwortung in Zeiten des Klimawandels? Baumfreundliches Bauen, Baumschutz und Erhalt von Grünflächen sind in einer Gemeinde wie Binningen dringend notwendig.
Jährlich wird ein Prozent der Landfläche in der Schweiz verbaut, versiegelt. Auch das geht zu Lasten der Bäume. In der Agglomeration verschwinden die alten und grossen Bäume. Gerade sie sind Schattenspender und kühlen die Luft mehr als junge Bäumchen. Das Siedlungsgebiet wird immer besser ausgenutzt, Stichwort "verdichtetes Bauen". So werden z.B. alte Villen abgerissen und alte Gärten aufparzelliert und ausgiebig verbaut. Oft lassen es Grenzabstandsvorschriften nicht zu, dass Bäume gepflanzt werden, selbst dann nicht, wenn der Raum vorhanden wäre. Diese Vorschriften entstammen einem Baugesetz, das nicht mehr zeitgemäß ist. Wie kann man baumfreundlicher bauen? Bund, Kanton und Gemeinde sind gefordert.
Die Grünen laden zu einem Diskussions- und Informationsabend ein am 4.5.23 im Jugendhaus Binningen, 19h
25. März 2023
Blutbuche am Kronenplatz
Ruckzuck zack zack - und weg ist der Baum!
Bäume sind grossartige Schattenspender und CO2-Speicher. Ein alter Baum ist ein Lebensraum für Vögel und Insekten. Binningen hat wenig alte Bäume, die so markant sind, wie die Blutbuche auf dem Kronenplatz. Oder diejenigen auf dem alten Friedhof an der Waldeckstrasse. Daher ist es sehr schmerzlich, dass der Gemeinderat die alte Blutbuche ohne Vorlaufszeit 25. März 2023 fällen lies. Schnell Fakten schaffen, reden kann man nachher immer noch. Oder wie sollen wir das verstehen?
Die Bevölkerung hat sich 2004 für diesen Baum eingesetzt, sie wird auch jetzt diesen Baum nicht einfach abschreiben. Damals wurden aufgrund des Widerstands besondere Schutz- und Pflegemassnahmen erlassen. Jetzt muss der Baum weg, weil er Äste verliert und eventuell die Verkehrssicherheit darunter leiden könnte. Der Verkehr könnte sicher anders geschützt werden. Oder ist der Baum einem Bauvorhaben im Weg?
Ein junger Baum ersetzt einen alten nicht so schnell, weder was sein Schattenvolumen, noch was den CO2 Speicher betrifft. Eigentlich sollte man zuerst die jungen Bäume pflanzen, hochziehen und dann, wenn sie eine richtige Baumkrone haben, kann man die alten fällen, wenn es denn sein muss.
Wir Grünen/EVP wehrten uns im Einwohnerrat gegen die sang- und klanglose Rückgabe des kleinen lieblichen Friedhofsareal an Bottmingen. Denn hier stehen einige schöne Bäume. Der Gemeinderat legte keine Ideen vor, wie dieser Baumbestand erhalten werden könnte. Das wäre doch spannend gewesen, nach Projektideen zu fragen, die die Ruhe, den Schatten und die Bäume gewürdigt hätten. Das Areal könnte ein Besinnungsort werden, ein Labyrinthplatz, ein Friedhof für alternative Bestattungsformen. Hätte man das Areal nicht in eine Grünzone verwandeln können und Bottmingen mit ins Boot holen? Denn alle profitieren von Bäumen. Aber wer ist bereit, sie zu schützen?
Luzia Sutter Rehmann, Einwohnerrätin Grüne.
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